Reggae Sun Ska
Es ist nicht nur unserem 19-jährigen Enkel zu verdanken, dass wir uns entschlossen haben, auf das Reggae-Festival im Médoc zu gehen (immerhin das größte seiner Art in Europa).
Wir haben durchaus die Musik von Bob Marley oder "I shot the sheriff" von Eric Clapton in unserem Musikrepertoire. Da jedoch unser Enkel zu den absoluten
Reggae-Fans gehört und - so er denn Zeit und die Mittel dazu hat - seit einigen Jahren zu jedem Summer-Jam in Deutschland und anderswo fährt, hat er uns animiert, doch unbedingt
Alpha Blondy zu hören, der diesmal auch im Médoc zu sehen und zu hören sein würde. Er könne diesmal leider nicht dabei sein. Und auch Chezidek müssten wir unbedingt erleben.
Für uns begann es mit einem Stau mitten auf der Strecke zur Plaine de la Garosse bei Cissac. Naiv zu glauben, man könne exakt zum Beginn einer solchen Großveranstaltung bis zum
Parkplatz neben der Bühne fahren, aussteigen und die Musik hören! Ähnlich wie beim Médoc-Marathon war Geduld angesagt,
ein langer Autokonvoi durch die Weinfelder. Immer wieder Stopps, aber Vorfreude durch die herüberschallenden Rhythmen der Bässe. Allmählich fand jedes Auto eine Parkmöglichkeit am Wegrand, aber davor ging es an zahlreichen Campingbussen und Zelten vorbei, deren Vielzahl ahnen ließ, dass die Anreise der 25.000 Besucher (wie der Veranstalter später verkündete) längst in vollem
Gange war. Danach noch ein etwas längerer Marsch bis zum Einlass, mehrere Kontrollen und schließlich angekommen vor den beiden Bühnen.