Tagung der Evangelischen Fachhochschule, Darmstadt, und der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt
Demokratie leben lernen - von Anfang an
- Elementare Friedenspädagogik und Erziehung zur Demokratie in Europa
Westliche Demokratien teilen die Grundidee der Kontrolle gesellschaftlicher Macht durch "das Volk" und die allgemeinen demokratischen Wertvorstellungen.
Sie unterscheiden sich aber in der Art und in den Verfahren, wie sie diese Kontrolle organisieren. Sie unterscheiden sich auch in der Organisation
ihrer Bildungsinstitutionen und den Wegen, auf denen sie die heranwachsenden Generationen bis zur Mündigkeit an demokratische Partizipationsformen
heranführen. Beruhen diese Unterschiede auf einem unterschiedlichen Verständnis vom demokratischen Staatsbürger? Sind die demokratischen Systeme in
der EU so weit kompatibel, dass sie den mit der EU-Verfassung beabsichtigten Europäisierungsprozess durch eine grundlegende politische Bildung fördern?

Während der Tagung sollten diese Fragen auf den Elementarbereich bezogen erörtert und Erfahrungen mit praktisch-pädagogischen Modellen in einem interkulturellen
Diskurs ausgetauscht werden: Da sich Europa auf eine gemeinsame demokratische Verfassung hin entwickelt, war es sinnvoll, diese und weitere Themen im Dialog
mit Vertretern verschiedener europäischer Ansätze einer Erziehung zur Demokratie zu diskutieren. Ziel der Tagung war die Herstellung einer ersten Synopsis
sowie der Erarbeitung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden demokratischer Erziehung in vier europäischen Ländern: Deutschland, Frankreich, Schweden und
Polen.