Projekt "Strategien und didaktische Elemente zum
Abbau oder zur Veränderung von aggressivem Verhalten im Vor- und Grundschulalter"
(Christian Büttner/Rüdiger Beier/Marga Orban-Plasa)
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| Rüdiger Beier und Marga Orban-Plasa
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In diesem meinem ersten Projekt an der HSFK arbeiteten meine Kollegen Birgit Volmerg, Ute Volmerg und Sammy Speier schon eine Weile an einem "Theorieteil", d.h. sie
versuchten, ausgehend von der damaligen Diskussion
zu Individuum und Gesellschaft die psychologischen Aggressionstheorien auf ihre Brauchbarkeit für pädagogische Zusammenhänge aus der gesellschaftspolitischen Perspektive
zu überprüfen.
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| Standbild einer unserer Videoaufnahmen
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Eine meiner Aufgaben sollte darin bestehen, zusammen mit meinen Kollegen
Rüdiger Beier und Marga Orban-Plasa konkrete Materialien für Erziehung und
Unterricht zu entwerfen, wir waren an der HSFK die "Praxisgruppe". Für uns
drei war die Forschungsarbeit vollständig neu, ich hatte gerade eine anderthalbjährige
Berufserfahrung als Heimpsychologe in dem heilpädagogischen Kinderheim
Leppermühle hinter
mir, Rüdiger Beier war Lehrer und Marga
Orban-Plasa hatte als Sozialpädagogin einige Jahre in der
Eingangsstufe der Holzhausen-Schule (Frankfurt) gearbeitet. Zu unserem
etwas exotischen Status in der HSFK kam, dass unsere Forschungsstelle
nicht in den Frankfurter Räumen der
HSFK, sondern im 1. Stock einer Villa direkt unterhalb des Kronberger
Schlosses gelegen war. Wir waren also vom tagtäglichen Geschehen in der HSFK
abgekoppelt und kamen auch nicht so recht
in Kontakt mit einer der zweiten Praxisgruppe der HSFK, in der Schulmaterialien
auf Feindbilder hin untersucht wurden (die sog. Schulbuchgruppe).
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| Standbild einer unserer Videoaufnahmen
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Unser Forschungsgruppenleiter, Hans Nicklas, ließ uns weitgehend freie Hand,
so dass wir verhältnismäßig ungestört unsere ersten Schritte in die Forschungspraxis
machen konnten. Diese sollten uns erst einmal zum Gegenstand unserer
Forschung führen: Wir begannen mit systematischen Beobachtungen in Schulklassen,
um Anhaltspunkte dafür zu gewinnen,
mit welchen Materialien sich was erreichen ließe. Wir nutzten damals bereits
Videoaufzeichnungen, um unsere Beobachtungen kontrollieren zu können. Als
eines unserer Ergebnisse lässt sich festhalten, dass wir den Lehrer-Schüler-Beziehungen
vor dem didaktischen Einsatz von Materialien den Vorrang gaben.
Unsere Beobachtungsstrategie und unsere Forschungsergebnisse haben wir in
dem ersten Buch
Aggression
und Apathie niedergeschrieben, das ich (mit)veröffentlicht habe.
In unseren Handreichungen reflektieren wir kritisch
Spiele
gegen Streit Angst und Not.