Supervisionen
Das Medium der Supervision stellte für mich zum einen ein permanentes Lernfeld,
zum anderen eine szenische Quelle für zahlreiche Veröffentlichungen dar. Am
deutlichsten wird dies in einem meiner wichtigsten Bücher, Gruppenarbeit.
Da ich ausschließlich Gruppensupervisionen angeboten habe, konnte ich dort
sowohl die Erkenntnisse aus meiner gruppenanalytischen Ausbildung
verwerten, als auch Erfahrungen machen, die mich letztlich
zu meinem Forschungsdesign Fortbildungsstudie geführt
haben. Den Entwicklungsprozess zu diesem Design, das dem Junktim
von Forschen und Lernen folgt habe ich in einer weiteren Veröffentlichung im Themenkreis Supervision beschrieben.
Im Verlaufe meiner HSFK-Tätigkeit habe ich zahlreiche Supervisionen durchgeführt,
u.a. in Kindergarten-Teams, Schul-Kollegien und Teams sozialpädagogischer
Einrichtungen. Offen geblieben ist dabei für mich die Frage, ob und wenn ja
wie Teamsupervision mit Leitung zu dauerhaften Erfolgen für alle Beteiligten
führen
kann. In einer meiner letzten Supervisionen habe ich (erfolgreich)
das Medium Teamsupervision mit Fortbildung verknüpfen können, bin aber letztlich
an der Kollusion von Leiterin und stellvertretender Leiterin gescheitert.
In einem anderen Fall habe ich die Supervision beendet, als ich glaubte,
einen Entwicklungsstillstand zu registrieren, und das Team (einer
Schule für Erziehungshilfe)
an eine Kollegin weiter gegeben, die Organisationsentwicklung angebot.
Im Zusammenhang mit interkulturellen Thematiken habe ich ausführlicher untersucht,
nach welchen Standards eine Professionalität im Bereich Supervision bewertet
werden kann: Training für ein Leben mit Vielfalt? Zur
Trainerqualität
für Erwachsenenbildung in multikulturellen Gesellschaften, in:
Organisationsberatung-Supervision-Coaching, 1/2001, S. 69-81. Die
dort abgehandelten Themen und Ergebnisse meiner Recherche hängen eng zusammen
mit den Erfahrungen bei der Etablierung einer berufsbegleitenden
Weiterbildung (FAPP).