Den weitaus größten Raum in meinen Forschungen hat die Elementarerziehung
eingenommen. Ich halte die kindlichen Erfahrungen in den ersten
sechs Lebensjahren für die wichtigsten, weil sie für das meiste, was danach
kommt, die Grundlage schaffen. Da die Pädagoginnen, die dafür verantwortlich
sind (abgesehen von den Eltern), am schlechtesten bezahlt werden
und (wenigstens heute noch) am unzureichendsten ausgebildet sind,
war mir Fortbildung und Supervision im Elementarbereich immer
ein besonderes Anliegen. Von daher ist zu verstehen, dass meine
Fortbildungsstudien auch ausnahmslos in diesem Praxisbereich
angesiedelt waren.
Besonders eng habe ich mich mit der Zeitschrift Theorie
und Praxis der Sozialpädagogik verbunden gefühlt, für die ich unzählige
Beiträge verfasst habe. Auch eine Buchpublikation konnte ich in Kooperation
mit den beiden Redakteuren Ingrid Pape und Herbert Vogt realisieren:
Machos
und Zicken.
Mein letztes Projekt und meine letzte Anstrengung galt der Weiterentwicklung von Unterstützung des Elementarbereichs auch nach meinem Ausscheiden aus der HSFK: Ich habe gemeinsam mit
meiner Kollegin Magdalena Kladzinski das Forum
Demokratie leben lernen ins Leben gerufen.
Hier eine Auswahl aus meinen Veröffentlichungen zum Elementarbereich:
mit Mara Dittmann:
Kindergartenprofile. Praxisberichte für die Ausbildung,
Weinheim und Basel 1999
Ein aus der Praxis entwickelter Überblick über die wichtigsten Kindergarten-Konzeptionen. Die Einrichtungen stellen sich selbst vor
und beantworten folgende Leitfragen:
- Was ist an unserer Einrichtung besonders typisch?
- Wie verläuft das Jahr, der Tag?
- Was bieten und was erwarten wir von den Eltern?
- Wie antworten wir auf die Entwicklungsprobleme der Kinder?
- Wie gestalten
wir Übergänge?
Mit Beiträgen aus Kindergärten, die nach Waldorf, Fröbel, Montessori, dem Situationsnasatz oder psychoanalytisch
orientiert arbeiten, von einem Kinderhaus mit Familiengruppen, einer Kindertagesstöätte mit offenen Gruppen, konfessionellen,
kommunalen und selbstorganisierten Einrichtungen bis hin zum Waldkindergarten.
Macht und Machtverzicht. Die schwierige Balance zwischen Autonomie und Anpassung, in: TPS (Theorie und Praxis
der Sozialpädagogik, Evangelische Fachzeitschrift für die Arbeit mit Kindern) 2/2001 (März/April), S. 20-21
Identifizierung zwischen Selbstmitleid und Grandiosität. Anmerkungen zum Text "Als der liebe Gott die Erzieherin schuf",
in: TPS 2/2003, S. 5-7
Spielen und Zerstören. Zum Verhältnis von Spielphantasien und realer Gewalt, in: Botschaft der Dinge, Kataloge der
Museumsstiftung Post und Telekommunikation Bd. 18, Heidelberg 2003, S. 40-48
Der "Boss" in der Kita. Wer hat das Sagen, wo es langgeht?, in: TPS 6/2001. S. 44-47
mit Claude Chrétiennot und Pat Clayton: Zur Autonomieentwicklung von Kindern in vorschulischen Erziehungskonzepten. Ein
deutsch-französischer Vergleich, in: Diskurs 2/2000, S. 36-42
mit Elke Schwichtenberg: Unkontrolliert und brutal? "Schülergewalt" und Interventionsmöglichkeiten in der Grundschule,
in: Die Grundschulzeitschrift 127/1999
mit Gilles Brougère: Das Wohl des Kindes ist das Wohl seiner Erzieher, in: Kinderzeit 3/1993, S. 26-29
Von Puppen, Bären und anderen Lebewesen, in: Theorie und Praxis der Sozialpädagogik 3/1988, S. 123-126
He-Man, Skeletor und die Herren des Universums, in: Theorie und Praxis der Sozialpädagogik 3/1987, S. 153-156
Wut und Haß machen Angst: Über Gewalt im Kindergarten, in: Welt des Kindes 4/1987, S. 278-284
Kinder in uns und um uns. Verstrickungen zwischen Kindern und Pädagogen, in: Welt des Kindes 1/1985, S. 60-66
Jeden Morgen dasselbe Theater mit Alex, in: Theorie und Praxis der Sozialpädagogik 3/1984, S. 163-165
Was tut ein Soldat im Kindergarten?, in: Sozialmagazin 4/1983, S. 14-15
Krieg in der Kindergruppe - Was tun? In: Theorie und Praxis der Sozialpädagogik 5/1982, S. 283-289
mit Ulrike Koester: Therapeutische Spielgruppen an Grundschulen, in: D. H. Rost (Hg.), Erziehungspsychologie
für die Grundschule, Psychologie
für die Grundschule III, Bad Heilbrunn 1982, S. 65-77
Frieden in der Kindergruppe: Über das Selbstwertgefühl des Pädagogen, in: Theorie und Praxis der Sozialpädagogik 6/ 1982, S. 345-350
mit Ulrike Koester: Na, dann spielt mal schön!, in: Arbeitskreis Grundschule (Hg.), Die Grundschule der achtziger Jahre, Frankfurt/M.
1980, S. 73-84; auch in: Spielmittel 2/1981, S. 73-84
Spiele gegen Streit, Angst und Not - über Spielversuche zum sozialen Lernen, in: Neue Praxis 2/1977, S. 132-143