Prof. Dr. Christian Büttner
Gruppe und Institution



Aloys Leber, Psychoanalytiker in Frankfurt brachte mich zu einem meiner zentralen Themen: Gruppe. Er hatte die Supervision in einem meiner frühen HSFK-Projekte übernommen (Konfliktbearbeitung in Gruppen) und mich bei dieser Arbeit "infiziert". Eine gruppenanalytische Ausbildung in Tiefenbrunn unter der Leitung von Franz Heigl, Annelise Heigl-Evers, Wulf-Volker Lindner und Karl König (das sog. Göttinger Modell) vermittelte mir die notwendigen Grundlagen, um das Thema Gruppe in meine Forschungsarbeit (und in die Lehre) integrieren zu können. Aus dieser Integration ist eine Art Lehrbuch entstanden (Gruppenarbeit).

Die Rahmenbedingungen pädagogischer Arbeit stellten ein weiteres, mit dem Thema Gruppe verbundenes, Themenfeld dar. Bereits in frühen Jahren war ich mit den Gedanken und Erfahrungen von Franz Wellendorf in Berührung gekommen (Zur Bedeutung der Gruppe im Konfliktfeld sozialer Institutionen), aber erst als ich mich intensiver mit Mario Erdheims Vorstellungen zu Kultur und Familie beschäftigte, fand ich darin einen Ansatz, der mir für meine Forschungsarbeiten hilfreich erschien.

Hier einiger meine Veröffentlichungen zum Thema:

Netzwerk statt Harmonie. Gruppe als Organismus verstehen lernen, in: TPS 6/2005, S. 4-11

Psychoanalytisch orientierte Erziehungsberatung in Gruppen, in: Wilfried Datler, Helmut Figdor, Johannes Gstach (Hg.): Die Wiederentdeckung der Freude am Kind. Psychoanalytische Erziehungsberatung heute, Gießen 1999, S.154-167

mit Walter Bosse, Walter Giere, Gertrud Schwalfenberg, Wolfgang Thorns und Ute Volmerg: Grundkurs Erwachsenenbildung. Gruppen. Ein Fernkurs, herausgegeben von der Evangelischen Arbeitsstelle Fernstudium für kirchliche Dienste, Hannover 1999

mit Michael Metz: Anwendungungen von Gruppenarbeit in der stationären Psychiatrie durch Sozialarbeiter/innen, in: Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik 1/1996, S. 67-86

Gruppe und Aggression. Am Beispiel psychosozialer Erwachsenenbildung, in: Hahn, K./Schraut, M./Schütz, K.-V./Wagner, Ch. (Hg.): Aggression in Gruppen, Mainz 1994, S. 44-74

Buchcover Leitungsfunktion und Lebensgeschichte Christian Büttner
Leitungsfunktion und Lebensgeschichte.Frauen und Männer in Kindertageseinrichtungen, Neuwied 1994, 144 S.

In der Industrie macht man sich schon seit längerem Gedanken über Merkmale und Vorteile weiblichen Führungsstils. Im Bereich sozialer Dienstleistungen beginnt man erst allmählich der Frage nachzugehen, wie sich weibliche und männliche Führungsqualitäten voneinander unterscheiden und wie sie sich konstruktiv aufeinander beziehen lassen. In Einrichtungen für Kinder üben häufig Frauen Leitungsfunktionen aus. Ihre Vorgesetzten, die Träger der Einrichtungen, werden in der Regel von Männern repräsentiert. In der Begegnung dieser Frauen und Männer sind noch am ehesten Hinweise auf Probleme und Chancen geschlechtsspezifischer Kooperation zu erwarten. In diesem Sinne vermittelt das vorliegende Buch Ergebnisse und Erkenntnisse einer Fortbildungsstudie, in der die Teilnehmer weniger als Objekte von Fortbildung, sondern vielmehr als Forschende die Innenverhältnisse ihrer wechselseitigen Beziehung offen gelegt haben.

mit Marianne Dittmann: Krieg und Frieden in der Kindergruppe - Skizzen zu einem Fortbildungskonzept für ErzieherInnen, in: Dittmann, M./Büttner, C. (Hg.): Böse Buben, brave Mädchen? Weinheim 1992, S. 164-177

mit Christiane Schuchardt: Institutionsanalytische Annäherungsversuche an sozialpsychiatrischen Arbeitsbedingungen, in: Christian Büttner, Urte Finger-Trescher und Hans Scherpner (Hg.): Psychoanalyse uind soziale Arbeit, Mainz 1990, S. 120-143

Zahlenspiele, in: C. Büttner, H.-G. Trescher, Chancen der Gruppe, Mainz 1987, S. 123-133

mit Urte Finger-Trescher: Ergebnisse der psychoanalytischen Kleingruppen-forschung und ihre Übertragbarkeit in die pädagogische Praxis, in: C. Büttner, H.-G. Trescher, Chancen der Gruppe, Mainz 1987, S. 134-149

Niemand spielt mit Tanja - Außenseiterkonzepte und pädagogische Fragen, in: Theorie und Praxis der Sozialpädagogik 1/1986, S. 3-7

Liebe, ganz heimlich ... - Spiel- und Gruppenprozesse in der Schulklasse, in: Christian Büttner: Spielerfahrungen mit Schülern - Sinnvolles Lernen oder pädagogischer Trick?, München (Kösel) 1981, S. 89-112

mit Ulrike Koester: Spielgruppen - therapeutische Angebote für Grundschüler, in: Christian Büttner: Spielerfahrungen mit Schülern - Sinnvolles Lernen oder pädagogischer Trick?, München (Kösel) 1981, S. 142-164

Spielen in der Fachhochschule. Reflexionen über spielpädagogische Lehrveranstaltungen im Kontext der Friedensforschung, in: Neue Praxis 4/1979, S. 384-398

Fortbildung in neuer Form, in: Neue Praxis 4/1973, S. 320