Hundeschule

 

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Hundeschule 1

Ich kenne fast sämtliche Hunde in Cissac (gefühlt mindestens so viele wie menschliche Einwohner in Cissac), kleine Kläffer, riesige Doggen, die fast über den Zaun steigen, streunende Rottweiler, die uns auf dem ganzen Weg nach Hause begleiten, Schlosshunde in Form von Berner Sennhunden, die unseren Hund, Gaston, unter sich begraben usw.

Und ich habe eine ganze Menge Leute kennengelernt: Nachbarn in ihren Gärten, Winzer in ihren Weinfeldern, Leute (mit oder ohne Hund) auf der Straße. Man kennt sich inzwischen, grüßt sich, redet über das Wetter, den Regen und natürlich über Gaston.

Hundeschule 2

Auch wenn hier nur Rücken zu sehen sind, lässt sich wohl erahnen, was unsere neue Samstagsbeschäftigung ist: Hundeschule! Vorgestern zum ersten Mal, und Gaston ist ziemlich ausgeflippt – so viele Hunde auf einmal und dann auch noch fast nur freundliche. Viele Hunde hier im Dorf sind die ganze Zeit nur auf den Grundstücken und rennen bellend, knurrend und zähnefletschend hinter dem Zaun hin und her, wenn wir dran vorbeigehen, dagegen waren die netten Hunde am Samstag eine schöne Abwechslung.

Einer hatte eine sehr gute Nase und roch sofort, dass wir Hundekekse in den Hosentaschen hatten. Was ihn dazu veranlasste, bei uns sitzen zu bleiben.

Letztes Mal in der Hundeschule mussten wir Hunde tauschen. Ich habe ein sehr kleines Exemplar hier erwischt. Er hört (mehr oder weniger) auf den schönen Namen Iznogood und ist ziemlich niedlich. Aber nicht so recht das, was ich unter „Hund“ verstehe; er ist kleiner als unsere Katzen.

Solch ein Hund ist allerdings kräfteschonend – selbst wenn er an der Leine zieht, merkt man das kaum. Und während ich hier locker spazierenging, wurde die Frau, die Gaston erwischt hatte, heftig über den Platz gezerrt...

Barbara Jany (Cissac)