Médoc – ein Gedicht zum Singen

Aquarell aus dem Médoc

Es ist ein kleiner Winkel Frankreichs,
Den das Wasser einst gezeichnet …
Ein Schiff auf langer Irrfahrt,
Bei Cordouan gut vertäut!
An den Ufern der Gironde
Stehen die Carrelets …
Im Winter überschwemmt der Fluss
Die Polder und die Sümpfe!

Entlang des Strandesgürtels,
Den der Ozean uns schenkt,
Schwebt ein sanfter Duft der Weite,
Von den Strömungen herangetragen.
Im Wald wachsen Kiefern in Fülle,
Ihre Nadeln weisen himmelwärts,
Die Farben drehen sich im Reigen,
Ein Aquarell in Pastelltönen.

Vom Wald bis zur Mündung,
Im Reich der guten Weine,
Lebt eine jahrhundertealte Leidenschaft,
Der Stolz der Menschen im Médoc …
Am Vorabend der Weinlese
Ist das ganze Land in Aufruhr,
Kosten wir vom Nektar der Engel,
Edler Wein, ein königlicher Wein!

Die Jahreszeiten ziehen vorüber,
Vom Schnee bis zu den Turteltauben,
Die Ernten vergehen,
Doch mein Herz blieb treu
Dem Wind, dem Regen, der Rebe und ihren Früchten,
Dem Médoc, meinem Land!

(zu singen nach der Melodie von „Le jardin du temps qui passe“)