Im Lauf der Worte und Skizzen – fünf Tage im Herzen des Médoc

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Mario Aschenputtel Aschenputtel Edgar de l’Est Edgar de l’Est Schneewittchen Am Ehrenturm Vortrag über Eleonore von Aquitanien

Am 17. Mai war ich bei Delphine Montalant und Éric Holder. Manon Moreau widmete mir ein Buch, und ich empfehle ihren neuesten Roman „Suzanne aux yeux noirs“. Um 20 Uhr folgte zwischen den Regentropfen das Straßentheater von Mathieu Moustache: die Wohnungskrise lösen, indem man in einem ein Meter großen Sperrholzwürfel lebt. Am 22. Mai ging es weiter nach Gaillan, mit einer kleinen Köstlichkeit rund um den Wolf von Laetitia Rapin und ihrer Marionette Alouva. Draußen trat Mario auf, eine lebensgroße Marionette, die von zwei Spielern der Compagnie Rue Barrée geführt wird und stark an die Muppet Show erinnert. Nach einigen kommunalen Häppchen folgte „La messagerie TARABUSTE en roue libre“ der Fatal Compagnie, inzwischen Stammgast beim Fil des mots. Schlicht, direkt und einfach: Tanz, akrobatische Gymnastik – und die Suppe ist immer gut.

Am 23. Mai konnte ich mich abends in Ordonnac nicht freimachen. Dafür begrüßte ich meine Freunde Kristophe Bach und Olivia Lancelot, die zuvor im Estaminet du Garde-Mémoire in Vertheuil aufgetreten waren.

Den 14. Mai hatte ich verpasst, holte dies aber am 25. um 17 Uhr in Cissac nach. Aschenputtel führte den Reigen an, mit einer Genfer Schauspielerin und einem Publikum, das die Geschichte neu entdeckte: echtes Straßentheater, einfallsreich, ausgewogen und gut gespielt. Anspruchsvoller wurde es mit einem Text über Familiengeheimnisse und darüber, wie unbewusst Handlungen früherer Generationen wiederholt werden. Die Moral: Sagt euren Kindern immer die Wahrheit – auch wenn es nicht leicht ist. Am Abend entdeckte ich die Gruppe Edgar de l’Est nach zehn Jahren vielfältiger Erfahrungen neu – ein Genuss.

Am 26. Mai endete das Festival in Lesparre am Fuß des immer schöneren und eindrucksvolleren Ehrenturms. Mit Freude traf ich die Genfer Schauspielerin wieder, die uns diesmal Schneewittchen und die sieben Zwerge zwischen Grimm und Walt Disney neu entdecken ließ, erneut mit einem Publikum, das begeistert mitspielte.

Am Fuß des Ehrenturms durfte ein Vortrag über Eleonore von Aquitanien nicht fehlen. Die Vortragenden hatten jedoch mit ihren Egos zu kämpfen, und die Schlacht von Castillon wurde nicht nur erwähnt, sondern gleich nachgespielt. So endete mein Fil des mots 2013 …

Danke an die Organisatoren, die Ehrenamtlichen und das Publikum!


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