Vergessene Gemüsesorten

Karte von Vertheuil
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Der Verein La Passiflore veranstaltet jedes Jahr zwei Pflanzenmärkte in der Abtei von Vertheuil: einen Frühlingsmarkt am ersten Sonntag im April und einen Herbstmarkt am dritten Sonntag im Oktober. Für seinen 21. Markt am 18. Oktober 2009 wählte der Verein das Thema „Vergessene Gemüsesorten“. Die Mitglieder bauten mehr als fünfzig solcher Sorten an und gestalteten daraus eine ungewöhnliche Ausstellung.

Aber warum nennt man sie vergessen? Diese geschmacklichen Schätze findet man heute fast nur noch in den Gärten begeisterter Liebhaber und bei wenigen Gemüsebauern, denen die bedrohte Artenvielfalt am Herzen liegt.

Viele dieser Sorten eignen sich weder für den maschinellen Anbau noch für die maschinelle Ernte, und ihr Ertrag ist unsicher. Sie wurden von Agrarindustrie und Großhandel tatsächlich vergessen und verschwanden dadurch von unseren Tellern. Zahlreiche Arten werden jedoch bereits im „Capitulare de villis“, der Landgüterverordnung Karls des Großen aus dem Jahr 812, erwähnt.

Unter den ausgestellten Sorten waren unter anderem:

• Blattgemüse: rote Gartenmelde, Schnittmangold, Verzweigter Kohl, Kohlrabi, Gartenkresse, farbiger Mangold, ewiger Lauch, Rucola und Neuseeländer Spinat.
• Wurzel- und Knollengemüse: gelbe Bete, verschiedenfarbige Möhren, Knollenkerbel, Zuckerwurzel, Nachtkerze, Pastinake, alte Kartoffelsorten, Haferwurzel, Schwarzwurzel und Topinambur.
• Fruchtgemüse und Kräuter: alte Kürbissorten, Spargelbohne, Tarbais-Bohne, Physalis, lilafarbene Paprika, alte Tomatensorten, Dill, Perilla, Kleiner Wiesenknopf und Gewürztagetes.