Ein gefahrenvoller Ort!

 

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margaux margaux
margaux margaux

Bevor ich zu einem weiteren Château gehe, mache ich zu Fuß einen kleinen Spaziergang durch, die Straßen des Dorfes Margaux. Aber auch hier entkommt man den Schlössern nicht, ein schmiedeeisernes Portal in der Hauptstraße hat meinen Blick auf sich gezogen: ein hübsches schwarzes, ganz einfaches Gitter zwischen zwei mit roten Ziegeln geschmückten Steinpfeilern – aber leider geschlossen!

Auf dem eisernen Giebeldreieck über dem Portal ein Monogramm: „RZ“. Ich gehe näher heran, um zu sehen, wem es gehört: „Château Ritz Zuger“. Es handelt sich um Privatbesitz, und ich kann leider nicht weiter gehen, um dieses schöne kleine Château zu entdecken, das wie seine Eingangspfeiler mit roten Ziegeln geschmückt ist. Es grenzt an die Rebflächen des genau dahinter liegenden Château Margaux. Am Ortseingang gegenüber von Marojallia befindet sich das, was in der Region dringend gebraucht wird: die Böttcherei.

Diese hier ist sehr groß und bildet ein riesiges Dreieck. Sie trägt den alten und sehr bekannten Namen Durford. Die Herstellung von Fässern ist eine wichtige Tätigkeit. Wie würden die Weinbauern ohne sie auskommen können?

Ich setze meinen Spaziergang in diesen ruhigen Straßen fort, die Häusern geschmückt mit blauen Vorhängen, und plötzlich … was sehe ich? Die Piraten haben angelegt, und ich befinde mich genau vor ihrem Hauptquartier! Nur Mut! Nichts wie weg! Ich habe keine Lust, mich bei einer Überquerung des Atlantiks auf dem Boden des Schiffsladeraums wiederzufinden, um am Ende der Reise verkauft zu werden als … ich weiß nicht, was - auf irgendeiner Insel in der Karibik. Bis später … wenn es mir gelingt zu … ich renne! Hilfe!

Simone Casabon (Le Taillan), Übersetzung: Christian Büttner/Elke Schwichtenberg