Letzter Zwischenstopp - Fort Médoc

 

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Endlich sind wir auf der Fähre, die uns von Blaye nach Lamarque bringt. Die Heckwelle schneidet das goldschimmernde Wasser der Gironde und während wir uns dem linken Ufer nähern, passieren wir mehrere "carrelets", die man hinter dem Schleier des Blattwerkes am Ufer erkennen kann. Fort Médoc: Ludwig XIV hat diese Befestigungsanlage - wie auch bereits drei weitere - bauen lassen, um Bordeaux zu verteidigen. Man kann am monumentalen Eingangstor das Bildnis des Sonnenkönigs erkennen.

Nachdem man das Tor durchschritten hat, gelangt man auf einen weitläufigen Platz. An dessen Ende befindet sich ein kleiner Hügel - und wieder breitet sich der Fluss vor uns aus... Ich erinnere mich an frühere Jahre, als ich u.a. die Cutty Sark vorbeisegeln sah, die damals Bordeaux zu einem Zwischenstopp anlief. Damals war es entsetzlich heiß, 40 Grad im Schatten. Das konnte allerdings die Bordelaiser nicht daran hindern, sich trotz des Risikos eines Sonnenstichs an die Quais zu begeben, um diese legendären Schiffe in der Ausstattung des !8. Jahrhunderts zu bewundern.

Hier im Fort Médoc fand auch das jährliche Jazz-Festival statt. Ein paar Mal war ich dort, bekannte Künstler traten auf. Leider existiert dieses Festival nicht mehr.

Nichts dauert ewig. Noch ein kleiner Umweg über die Waffenkammer mit ihren herrlichen Gewölbebögen und wir beginnen den Heimweg, der Ausflug ist zu Ende. Aber der nächste kommt bestimmt...

Simone Casabon (Le Taillan), Übersetzung: Christian Büttner/Elke Schwichtenberg