Arbeiten im Médoc

Das rote Gold des Médoc

Wer von den Weinbergen des Médoc an den Strand von Pin Sec unterwegs ist, kommt mit einem kleinen Umweg auch nach Gaillan-en-Médoc. Dort gibt es eine der ungewöhnlichsten Kulturen des Médoc.

François Soum, gebürtiger Médocainer, kehrte 2012 nach einigen Reisen und Schicksalsschlägen in seine Heimatregion zurück, um einen seiner Träume zu verwirklichen.

Sein Traum? Eine „Safranière“ zu gründen, also Safran anzubauen.

Safranblüte aus dem Médoc Blühender Safran Die Safranpflanzung im Médoc

Der Safran verlangt das ganze Jahr über besondere Pflege und sehr sorgfältige Arbeit, bevor das rote Gold von Mitte September bis Mitte November geerntet werden kann.

Die Ernte ist besonders arbeitsintensiv: Jeden Morgen werden die Blüten von Hand gepflückt. Danach ist die Präzision eines Uhrmachers gefragt, um nur die roten Stempel aus der Blüte zu lösen.

Die Stempel werden anschließend getrocknet. Dabei verlieren sie etwa 80 % ihres Gewichts, werden haltbar und entfalten ihr Aroma besonders gut.

Safranernte Rote Safranstempel Sorgfältige Verarbeitung des Safrans

Mit viel Sorgfalt entsteht dieses seltene Gewürz mit seinem feinen Geschmack. Ihm wird zudem eine medizinische Wirkung zugeschrieben; früher diente es auch als Farbstoff.

Das rote Gold des Médoc ist ein ebenso wertvolles Erzeugnis der Region wie ihre Weine.