Journal du Médoc: Aus welchen Gründen haben Sie „Écoacteurs en Médoc“ gegründet?

Cécile Fillon

Cécile Fillon: Unser Ziel ist es, private und gemeinnützige Einrichtungen miteinander zu vernetzen, die Veranstaltungen zur nachhaltigen Entwicklung anbieten. An der Gironde-Mündung, an der Landspitze und im Bereich der Seen sind Feuchtgebiete im Médoc weit verbreitet.

Feuchtgebiete sind nicht nur Wasserstellen in einem Sumpf, sondern besitzen eine reiche Tier- und Pflanzenwelt und müssen gepflegt werden. Der Winter ist im Médoc eine ruhige Tourismussaison. Er bietet daher die Gelegenheit, Besucher in wenig bekannte Gebiete zu führen.

Das Médoc besteht nicht nur aus Weinbergen und Stränden. Die Region sollte anders wahrgenommen werden, denn Veranstaltungen finden häufig immer an denselben Orten und zur selben Zeit statt. Dabei geht es nicht um Massentourismus. Wir setzen auf einen alternativen Tourismus, der die Entdeckung der Natur und natürlicher Räume in den Mittelpunkt stellt. Dafür müssen Umweltorganisationen, Fremdenverkehrsämter und gewählte Vertreter zusammenarbeiten.

Auszüge aus dem Interview von Mathieu Caurraze, Journal du Médoc, 27. Januar 2012