Reiten im Médoc

 

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Morgens halb zehn im Médoc: Die Sonne scheint, zumindest meistens, man spürt eine leichte Brise an sich vorbeiwehen, das Pferd ist gestriegelt, gesattelt und aufgezäumt. Einem herrlichen Ausritt steht also nichts mehr im Wege und mal ganz ehrlich, dieses Erlebnis ziehen wir doch gerne den für diese Uhrzeit eigentlich vorgesehenen Knoppers vor!

Auf geht es also, hoch zu Ross, in die schönen Wälder des Medocs. Im Wald ist es noch ganz ruhig, die ersten Vögel zwitschern und die Frühaufsteher unter den Jägern haben schon die erste Beute gemacht. Momentan sind um diese Uhrzeit auch schon die ersten, fleißigen Pilzesammler unterwegs. Ein kleiner Plausch mit ihnen ist immer drin, ab und zu auch mal die Ausbeute bestaunen dürfen, die des öfteren wirklich enorm ist, und weiter geht’s.

Auf den vereinzelten Sandböden des Waldes wird dann ein oder gerne auch mal zwei Gänge höher geschaltet, in den Galopp. Man sieht die Natur nur noch links und rechts an sich vorbeirauschen.

Reiten

Wenn man ganz leise ist und ein wenig Glück hat und sich nicht gerade mit dem Pferd im Galopp auspowert, dann lassen sich sogar ab und zu auch ein paar der Waldbewohner blicken. Ein Reh oder ein Kaninchen, mit beidem habe ich schon die Bekanntschaft gemacht. Je mehr man sich dem Strand nähert, desto hügeliger wird es. Und an einigen hohen Stellen im Wald kann man super einen Moment Pause machen und die Landschaft, mit dem Atlantik in der Ferne, noch einmal genießen.

Was das Ganze noch toppen kann? Ein Ausritt am Strand!

Dieses Erlebnis lässt sich fast nicht in Worte fassen und man sollte es einfach mal gemacht haben! Wo man hinschaut, man sieht nur Sand, ein paar Dünen und das Wasser! Es ist herrlich ruhig, man hört einzig und allein das Rauschen des Ozeans. In diesem Moment sollte man alles Andere vergessen und einfach nur genießen!

Am Ende des Ausrittes ist dann selbstverständlich auch noch ein bisschen plantschen drin. Aber nur bis zu den Knien ins Wasser, sonst wird der Reiter ja noch nass!

Da ich hier ein dreimonatiges Praktikum auf einem Pferdegestüt mache, ist meine Anzahl der Ausritte leider begrenzt, denn die drei Monate gehen viel schneller um als ich dachte. Nun befinde ich mich schon in der Endphase meines Auslandsaufenthaltes und ich muss sagen, ich werde die Ausritte im Médoc schon sehr vermissen, aber nicht nur das, sondern auch die vielen netten Menschen und natürlich auch die Pferde um mich herum!

Maren Haberts (Saint Vivien)


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