18. April 2010

Nach einem recht trüben Winter scheint die Sonne diese Woche endlich beschlossen zu haben, wiederzukommen. Man kann die Wärme erneut genießen und die Ärmel hochkrempeln.

Natürlich müssen die notwendigen Arbeiten erledigt werden. Ich habe zum Beispiel eine Toilette für den Wohnwagen gebaut, die etwas mehr Privatsphäre bietet. Für die Bewässerung meines Gemüsegartens habe ich einen Regenwassertank. Wegen der anhaltenden Trockenheit musste ich jedoch schnell noch einen Außenwasserhahn installieren. Nichts besonders Spektakuläres, gewiss, aber sehr nützliche Arbeiten.

Ein kleines Problem

Dass die Post manchmal ziemlich langsam ist, wird niemanden überraschen. Dass sie aber wieder auf Tauben zurückgreift, zeigt einmal mehr den Mangel an fähigen Briefträgern – siehe Foto. Diese Taube, die übrigens keine Brieftaube, sondern eine Türkentaube war, kam heute in meinem Gemüsegarten an. Sie lief zwischen meinen Erdbeerpflanzen hindurch auf das Haus zu.

Ich begriff schnell, dass etwas nicht stimmte: Der Vogel konnte nichts sehen. Ich konnte ihn problemlos aufnehmen und ins Haus bringen. Nachdem ich sein verklebtes Auge gereinigt hatte, gewann er einen Teil seiner Sehkraft zurück. Er blieb jedoch noch eine Weile benommen auf einem Stuhl sitzen, sodass ich ihn in aller Ruhe fotografieren konnte.

Türkentaube

Dann recherchierte ich ein wenig im Internet, um die Ursache dieser „Blindheit“ zu verstehen, fand aber nichts. Plötzlich begann der Vogel mit den Flügeln zu schlagen. Ich trug ihn nach draußen, wo er, ohne sich auch nur für die Pflege zu bedanken, zum nächsten Baum flog. Die Moral von der Geschichte: Kümmern Sie sich gut um Ihr Personal, dann kommt die Post pünktlich an.

Wenn das Wetter so schön wie heute oder zumindest trocken bleibt, werde ich anfangen, das Holzhaus zu streichen. Zur Motivation habe ich bereits das Gerüst aufgebaut. Wenn es wirklich heiß wird, arbeite ich vom Morgen bis zum Mittag und gehe am Nachmittag an den Strand, um meine Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen. Ich weiß, dass das vielleicht nicht ideal ist, aber wenigstens habe ich etwas für mich getan. Das ist alles für den Moment. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Arbeitswoche.