Beynac Beynac Festung Beynac Festung Beynac Festung Beynac Beynac an der Dordogne

Dieses Périgord Noir hält wirklich viele schöne Überraschungen bereit. Auch hier befinden wir uns in einem der schönsten Dörfer Frankreichs. Kleine gewundene Gassen, ein alter Brunnen und natürlich die Festung, die mit ihrer gewaltigen Masse über dem Dorf thront. Sie muss den Bewohnern Sicherheit gegeben haben, denn sie kontrollierte das Tal, eine bedeutende Verkehrsachse, aber ebenso eine wichtige Route für Invasoren.

Wir nähern uns und lesen auf einer großen Tafel einen Hinweis für die Besucher des Schlosses. Dann durchschreiten wir das Eingangstor, einen Vorraum und zwangsläufig die Kasse. Meine Begleiterin aus Paris bleibt zurück, da sie sich die Kletterei nicht zutraut, und ich mache mich allein auf den Weg in das Innere der Mauern. Ich gelange in eine Art großen Hof. Links vom Eingang befinden sich Ställe, in denen während der Dreharbeiten zu Luc Bessons Film von 1998 die Pferde von Jeanne d’Arc und ihrem Waffengefährten untergebracht waren.

Von hier aus wirkt das Schloss erdrückend. Ich finde diese Militärarchitektur prachtvoll und werde sicher wieder als Militaristin bezeichnet. Aber es stimmt! Ich entdecke eine kleine Tür und gehe darauf zu. Dahinter befinde ich mich in einem Waffensaal: Schwerter, Hellebarden und Armbrüste. Eine dunkle Holztreppe führt nach oben in einen großen Saal mit einem blank polierten Tisch in der Mitte und zwei Kreuzstockfenstern. Die Dicke der Mauern ist beeindruckend. Durch eine spitzbogige Öffnung gelangt man in den nächsten Raum.

Die kleine gewölbte Öffnung im Hintergrund macht mich neugierig. Ich wette, dass es sich um einen Abort handelt, wie man damals sagte. Ein weiterer großer Raum ist mit einem Tisch und einer schönen Truhe möbliert und besitzt einen Kamin mit einem Sessel davor.

Nun betrete ich einen großen Saal mit Spitzbogengewölbe, einigen schönen alten Wandteppichen und einem prächtigen Kamin. Ein Durchgang führt zu einem kleinen Absatz, den über einer Truhe ein Wandteppich schmückt. Von diesem Absatz geht überraschend eine ganz andere Treppe ab, eine Renaissance-Treppe, wenn ich mich nicht irre. Sie wirkt wie ein Balkon über einem Innenhof. Mein kleiner Bericht endet hier, denn offenbar dürfen keine Fotos der Privaträume veröffentlicht werden. Man kann sie nur bewundern.

Im Vorbeigehen werfe ich noch einen Blick über die Brüstung. Tief unten glitzert der Fluss; die Kajaks sind nur noch winzige Punkte.