Port Goulphar Pointe de Kerzo Die wilde Küste von Donnant Port Maria Pause in Le Palais Hafen von Le Palais

Unserer geliebten Gruppenleiterin lag es sehr am Herzen, ihr Team in die Bretagne ihrer Kindheit mitzunehmen, insbesondere auf die bretonische Insel schlechthin: die zu Recht so genannte Belle-Île-en-Mer.

Die Fähre von Quiberon setzte uns in Le Palais ab, und sofort nahmen wir die Rucksäcke auf, um die zwölf Kilometer bis Sauzon zu wandern. Der Regen stimmte uns auf bretonische Verhältnisse ein: etwas rutschige Pfade durch hohes, nasses Gras. Es war offenbar nur eine Prüfung, denn an den folgenden vier Tagen begleiteten uns Wind und Sonne bis Bangor, weiter nach Locmaria und schließlich nach Porzh Gwenn.

Ein mitunter beschwerlicher Anstieg führte uns zu einer Anhöhe, von der wir auf den Ozean hinabblickten: immer derselbe und doch je nach Küstenlinie und den aus dem Wasser ragenden Felsen stets anders. Das Wasser leuchtete blau, grün und smaragdgrün, durchsichtig und von Schaum gesäumt. Hier ein wunderschönes Panorama, hinter der nächsten Wegbiegung ein weiteres und am Ende des Plateaus, bevor der Pfad abzweigte, wieder ein anderes. Wir stiegen zu einer Bucht hinunter und erneut zu einem Aussichtspunkt mit weitem Horizont hinauf. Sobald wir die felsige Landschaft etwas hinter uns ließen, zeigte sich der Frühling mit Wiesen voller wilder Gräser, Margeriten und Butterblumen.

Die Kilometer summierten sich: 32, 23, 18 … Am Ende des Aufenthalts waren es beinahe hundert, denn selbst am Abend vor der Abreise gingen wir noch zu Fuß zu den Lokalen am Hafen. Gegen die Müdigkeit halfen die gemeinsamen Abendessen, ob selbst zubereitet oder von „Renée“ in ihrer Crêperie serviert. In den Gruppenunterkünften und Gîtes schliefen wir gut. Die schnellen Gazellen ließen wir vorauslaufen, denn spätestens bei der nächsten Brotzeitpause trafen wir sie wieder. Das Begleitfahrzeug transportierte unser Gepäck und konnte von uns gefahren werden, wenn die Muskeln müde wurden.

Die Stimmung war ausgezeichnet. In einer so prachtvollen Natur zu wandern verleiht Flügel, und Freundschaft fördert die gute Laune.

Hinzu kamen unerwartete Freuden: das Baden in Porzh Gwenn, wilde Austern direkt von den Felsen, Gespräche mit Einheimischen am Strand und überall – eine immer neue Überraschung – die Pracht des Meeres.