Alles ist Wasser im Marais mouillé: Flüsse, Kanäle, Conches, Rinnen und Gräben. Seit dem 13. Jahrhundert wurde hier alles von Menschenhand ausgehoben, zunächst um das Sumpfgebiet zu entwässern, später um Deiche anzulegen und Verkehrswege für die Bauern und ihr Vieh zu schaffen.
Alles ist grün im Marais mouillé. Die Wiesen voller hoher Gräser sind von gelben Schwertlilien und Hahnenfuß überwuchert. Dazwischen mischen sich Engelwurz, Klette und Beinwell – essbare und heilkräftige Pflanzen –, aber auch die schädliche Wasserprimel und die erstickend wuchernde Wasserlinse. Welch eine Vielfalt an Grüntönen!
Alles ist bewohnt. Nutrias, die „Sumpfhasen“, Eisvögel und amerikanische Flusskrebse graben Löcher und Gänge in die Ufer. Zugvögel versammeln sich hier in großen Scharen.
Alles ist farbenfroh in den Dörfern des Marais. Die aus Kalksteinplatten erbauten Häuser werden durch blau gestrichenes Holzwerk und eine Fülle von Blumen belebt: Kletterrosen an alten Steinmauern, Strauchrosen in allen Farbtönen, Stauden, die aus den Gärten in die Gassen wandern, duftender Pfeifenstrauch, hier Rhododendren, dort rote Pfingstrosen, weiter hinten weiße und hinter jener Mauer violetter Mohn.
Als Wanderer von « La Pointe » im Médoc haben wir besonders genossen:
- uns vom Wasser treiben zu lassen,
- selbst im Regen auf schattigen Straßen und Wegen zu wandern,
- dem Poitou-Esel zu begegnen,
- vier ruhige Tage in einer friedlichen Natur zwischen Himmel und Wasser zu verbringen.
Einfach nur schön!