Besuch der ferme fortifiée bei Semignan

 

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Beim diesjährigen Jour du Patrimoine nahmen wir die Gelegenheit wahr, die Ruine des Château Semignan zu besichtigen, die normalerweise für Publikum nicht zugänglich ist. Ein kleiner Verein hat sich des alten Gemäuers angenommen und versucht, mit seinen geringen Mitteln nicht nur den weiteren Verfall zu verhindern, sondern mit pädagogischen Werkstätten zu alten Handwerkstechniken und mit der Wiederherstellung von Mauerwerk und Dächern einen Zustand zu erreichen, der dem eines historischen Monuments würdig ist: Die Ruine war einst (im 14 Jhdt.) ein Besitztum der Familie d'Albret (aus der einer der berühmtesten französischen Könige hervorging: Henri IV).

Auf die Farm wurden wir mehr durch Zufall aufmerksam. Wir entdeckten sie bei einem Spaziergang durch die umliegenden Maisfelder und hätten sie damals gerne besichtigt, aber sie war verschlossen. Der Maisanbau stellt für das Gemäuer ein großes Problem dar, weil der Mais dem Boden enorm viel Wasser entzieht und so dazu beiträgt, dass der Tonuntergrund schrumpft und die Stabilität des Mauerwerks beeinträchtigt.

Es war für uns sehr interessant, bei der Führung zu erfahren, dass es - wie so oft in Frankreich - der Initiative einzelner Menschen bedarf, die Vereine gründen, um historische Gebäude zu retten, so auch hier. Dabei geht es nicht nur darum, die nicht immer nach zu vollziehenden oder kaum zu erfüllenden Auflagen eines Denkmalschutzes zu vermeiden, sondern auch die Restaurierung im Zusammenhang mit lokalen Aktivitäten (workshops, Führungen etc.) zu organisieren.

Bei dem Château von Semignan, einem aus der nationalen Perspektive eher kleinen und unbedeutenden Bauwerk, besteht immerhin die Chance, dass die jetzigen Vereinsmitglieder noch den Endzustand der Restauration erleben werden.

Christian Büttner / Elke Schwichtenberg (Saint Vivien)


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