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Mit dem Kajak auf dem Kanal

 

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Weit entfent vom Touristenstrom, der die Badeorte an der Küste bevölkert, befindet sich an der Girondeküste der Hafen von Saint Vivien. Er ist aber in seinem ländlichen Rahmen deshalb nicht weniger dynamisch, was mögliche Freizeitaktivitäten anbelangt. Seit einem Monat kann man dort auf Initiative von Sébastien Brière und Mélanie Genest auf dem Kanal des Gua – bekannt unter dem Namen „kleines Amazonien“ – mehrere Kilometer landeinwärts Kajak fahren. „Eine Entdeckung des natürlichen Médoc, das Sie so noch nie gesehen haben“, versichert Mélanie. Sie ist ausgebildete Juristin, ein Teil ihrer Familie lebt im Médoc in der Nähe von Valeyrac.

Dieses „Abenteuer“ wäre nicht möglich ohne die Unterstützung von Philippe Lucet und Marie Morailles, die die Zucht japanischer Gambas in der Aquafarm La Petite Canau betreiben, ebenfalls am Kanal gelegen. Das junge Paar hat dort viele Jahre gearbeitet, Mélanie seit 8 Jahren im Service des Sommer-Restaurants La Petite Canau, Sébastien sowohl als Fischer, im Restaurant-Service, aber auch im Verkauf auf dem Markt in Soulac.

Nach einem Aufenthalt von mehreren Monaten in Asien und Südamerika im Jahr 2011 haben sich Mélanie und Sébastien entschieden, an diesem Ort, der sie so begeistert, ihre eigene Kajak- und Entdeckungsgemeinschaft zu gründen: „Diese Reise mit ihren ganz unterschiedlichen Begegnungen hat uns Lust gemacht, unsere nautischen Dienstleistungen unter Berücksichtigung der Erhaltung der Natur“ anzubieten, betont der Segellehrer Sébastien (...)

Im Rahmen dieses Projekts hat das Paar auf dem Gemeindegelände entlang des Kanals eine Holzhütte im Stil der alten Fischerhütten des Hafens von Saint Vivien gebaut. „Wir haben versucht, dort eine friedliche Atmosphäre zu schaffen, entspannt und exotisch wie wir es auf unserer Reise erlebt haben“, erläutert das Paa. So entstand, eine Konstruktion, die ihnen ermöglicht, ein Restaurant mit großer Terrasse anzubieten inklusive Blick auf die 45 ha große Aquafarm La Petite Canau gegenüber.

Mathieu Caurraze, Übersetzung: Christian Büttner/Elke Schwichtenberg
source : Journal du Médoc du 13 julliet 2012

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