Jagdmorgen

 

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Matinée de chasse Matinée de chasse
Matinée de chasse Matinée de chasse
Matinée de chasse Matinée de chasse

Unser Jagdvormittag begann mitten im Dunst mit der Suche nach Hasenfährten. Die Hunde waren von Anfang an sehr aufgeregt, aber dann haben wir die Hasenfährte wieder verloren.

Während die Jagdgruppe auf der Lauer lag, sah sie in der Entfernung einen Hirsch querwechseln. Wir haben deshalb den Standplatz verändert, weil die Hunde nichts mehr fanden. Ein bisschen weiter weg haben wir sie wieder losgelassen, aber wenige Sekunden später lief ein Riesen-Wildschwein an unserer Gruppe vorbei. Wir haben also unsere Hunde wieder in die Autos verfrachtet, um sie nicht mit einer anderen, für unser Jagdziel unpassenden Jagd, durcheinander zu bringen.

Obwohl die Zeit schon sehr weit fortgeschritten war, sind wir dann in Richtung Ordonnac gefahren, wo wir die Jagd in einem noch sehr feuchten Waldstück fortgesetzt haben. Nach einer halben Stunde Marsch durch Brombeeren und Unterholz haben wir unsere jüngste Hündin verloren, die offensichtlich irgendeine Ecke zum Spielen gefunden hatte. 10 Minuten später fanden wir sie wieder neben einem Platz, an dem ein Hase sein Schlaflager hatte. Die Hundemeute setzte sich also an die Fährte des Hasen und plötzlich ging alles ganz schnell. Die Hunde schluegn im Unterholz an, weil sie das aufgespürt hatten, weshalb wir überhaupt hier waren!

Der Hase sprang vor einem der Jäger auf, der an Geschwindigkeit zulegte! Er überquerte die Straße, um zu versuchen, die Hunde noch zu einem anderen Hasen zu schicken: keine einfache Sache in solchen Augenblicken. Die Hunde ließen sich nicht täuschen und sind der richtigen Fährte bis zu ihrem Ende gefolgt. Nachdem wir einige Weinfelder überquert hatten, schallte ein Schuss herüber gefolgt von einigen Hornklängen, die uns ankündigten, dass die Jagd zu Ende sei.

Wir lobten die Hunde und trafen uns anschließend mit anderen Jägern, um uns gegenseitig unsere Erlebnisse zu erzählen. Ein Jagdvormittag wie es viele im Médoc gibt...

Pierre Revelle (Pauillac), Übersetzung: Christian Büttner/Elke Schwichtenberg