Berge, Seen und Bäche...

 

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Der gewöhnliche Ablauf einer Reise beginnt mit der Idee, eine bestimmte Gegend oder eine schöne Landschaft zu besuchen. Danach bucht man für diesen Ort ein Hotel. Ungewöhnlich ist es also schon, wenn man zuerst einmal das Hotel bucht und danach überlegt, was man in dieser Gegend denn wohl unternehmen könnte. Genau das war jedoch unsere Absicht, als wir eine Unterkunft (chambre d'hôtes, durch den Bericht in der Zeitschrift Sud Ouest Gourmand 3/2009 entdeckt) zum Mittelpunkt unserer dreitägigen Reise machten. Es war eine wundervolle Erfahrung.

Das Relais de l'Empereur in Sailhan erfüllte ganz unsere Erwartungen: es war genauso romantisch, die Menschen so offen und freundlich, das Essen so liebevoll zubereitet wie es in dem Zeitschriftenartikel beschrieben worden war, sehr zu empfehlen. Soweit dieser Teil der Unternehmung.

Das Eigentliche aber: das chambre d'hôtes liegt mitten in den Pyrenäen. Steile Hänge, Wanderungen auf ausgewiesenen Pfaden, aber auch in zerklüftetem Gelände, kristallklare Bäche, in denen wir immer wieder unsere Trinkflaschen füllten, Seen in großer Höhe.

Und dann die Fahrt zum 'cirque de Gavarnie'. Diese Gebirgsformation ist recht bekannt, stürzt dort doch der europaweit höchste Wasserfall über 400 m in die Tiefe. Eine Wanderung, vom Ort ausgehend, gemütlich anfangs, dann doch auch anstrengend, immer höher, über eine Schneebrücke aus Gletschereis, Geröllhalden, stets den Wasserfall vor Augen, in der Sonne glitzernd und leuchtend, in der Ferne zunächst, aber immer näher kommend. Und schließlich - nach zwei Stunden - doch endlich am Ziel angekommen: der Wasserfall vor uns, Gischt sprühend, und ringsherum die beeindruckende Kulisse der Dreitausender.

Eine rundum gelungene und erlebnisreiche kleine Reise.

Elke Schwichtenberg (Saint Vivien)


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