Ein sonderbares Schauspiel in den Wäldern des Médoc

 

Dans les forêts Médocaines Der Herbst ist bei Naturfreunden eine besonders beliebte Jahreszeit: Kurz vor Einbruch der Nacht und in den ersten Stunden der Dämmerung begeben sich viele von ihnen in die Wälder des Médoc. In dieser Jahreszeit können Naturliebhaber, Fotografen und Jagdfreunde ein besonderes visuelles, aber mehr noch akustisches Ritual beobachten, hören und bewundern.

Diese Neugierigen werden von dem Röhren der Hirschbrunft angelockt: ein tiefer und kraftvoller Ruf, der in den weiten Wäldern des Médoc widerhallt. Es ist die Zeit der Begattung, die normalerweise von Mitte September bis Mitte Oktober stattfindet.

Dieses Röhren ist noch viel beeindruckender als bereits schon die Größe des Tieres. Dieser alles einnehmende Ruf lässt auch die Zuhörer erschauern, die sich nicht in die dunklen und zu dieser Zeit schon ein wenig kalten Wälder hineinwagen. Auch wenn es ein beeindruckendes Schauspiel ist, man sollte auf jeden Fall vorsichtig sein, denn ein Hirsch ist ein sehr imposantes Tier und zeigt während dieser sexuellen Phase auch ein aggressives Verhalten.

Vereine in Hourtin, die sich um den Wald- und Dünenschutz kümmern, bieten zu dieser Zeit der spektakulären Augenblicke Ausflüge an, bei denen man ein solches Naturereignis entdecken und miterleben kann.

Xavier Naboulet (Macau), Übersetzung: Christian Büttner/Elke Schwichtenberg