Die Blume im Gewehrlauf (?)

 

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fleur aun fusil

Das „rendez-vous des chasseurs“, die seit mehr als 20 Jahren berühmte Bar von Bernard Metenier gegenüber dem Marktplatz von Saint Vivien, ist zur „fleur au fusil“ mutiert, einem Muss-Restaurant, wenn man den lobenden Gerüchten glauben mag.

Die Terrasse des Rendez-vous des chasseurs war einst DER Ort, an dem man alle Sprachen dieser Erde auf einmal hören konnte. Und nun geht es weiter... Feinschmecker aus Passion haben Marion und Théo, die neuen Restaurantbetreiber, eine gemeinsame Leidenschaft: die Kochkunst. Aber eine, die erfinderisch ist, kreativ und auf die weitweiten Essgewohnheiten abgestimmt, so sagt es gerne Théo, der seine überraschenden Geschmackszusammenstellungen und Würzungen aus einheimischen Quellen folgendermaßen beschreibt: Der Markt bestimmt durch das Angebot der Händler und der örtlichen Produzenten, was auf den Tisch kommt. Die Gerichten sind reichlich bemessen, alles ist eine Gaumenfreude! Die Karte ist klein: Tapas, einige Vorspeisen, Hauptgerichte und Nachspeisen. Alles bewegt sich zwischen dem Marktangebot und was die beiden daraus machen, denn beide stehen am Herd: Théo mehr im kräftigen Geschmacksbereich, Marion mehr bei den Süßspeisen. Zu ihrem Angebot gehören auch ein tägliches Mittagessen und besondere Angebote während des Mittwoch-Marktes und am Sonntagabend. Die Weinkarte räumt dem Médoc einen guten Platz ein, es gibt aber auch Bio-Weine und junge Weine aus Regionen weltweit.

Mit der Neueröffnung führen Marion und Théo die Tradition von Bernard Metenier, dem Vater von Marion, fort. Als Kochbegeisterte haben die beiden begabten jungen Leute bei japanischen, englischen, italienischen und französischen Köchen gelernt, sie haben in Frankreich, in Italien und in der Schweiz gearbeitet, Théo zehn Jahre und Marion vier.

Warum ihr Restaurant „La fleur au fusil“, die Blume im Gewehrlauf, heißt? Marion antwortet ausweichend: „Damit spielen wir auf die Begeisterung und den Enthusiasmus der in den ersten Weltkrieg ziehenden Soldaten an.“ „Und dabei noch singend - wie wir“, fügt Théo hinzu, der als Musiker zugleich auch eine kleine Konzertreihe ankündigt.

Dominique Rouyer, Saint Vivien, Übersetzung: Christian Büttner/Elke Schwichtenberg


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